Die Entscheidung

Wie wir die Entscheidung getroffen haben bzw. warum unser Leben so ist wie es ist. Wir haben eine Entscheidung getroffen auf Basis von Beobachtungen der nicht Einstellungen von Kommilitoninnen meines Mannes. So kam es dazu, dass ich meine Kinder wie hier schon beschrieben während des Studiums bekommen habe sollte die Vorbehalte von Arbeitgebern gegenüber potenziell schwanger werdenden Mitarbeiterinnen abbauen. Das Unternehmen Mütter nicht gern einstellen hatten wir nicht bedacht, ehrlich auch nicht in Erwägung gezogen. Einer meiner Chefs im Praktikum fand mich super, gab mir ein Zeugnis (Eins mit Sternchen) und sagte dann „Einstellen kann ich Sie nicht ich kann doch keine Mutter einstellen, sie gehören hier nicht her“, nach der zweiten Absage ließ ich meine Kinder und meinen Familienstand aus dem Zeugnis und siehe da ich bekam Vorstellungsgespräche und wurde auch eingestellt, bei zwei großen Unternehmen bekam ich absagen obwohl das Gespräch super war und wir eigentlich uns schon einig waren, leider erwähnte ich hier beim Verabschieden meine Kinder.

Wir haben unsere Entscheidung die Kinder so früh zu bekommen niemals bereut. Auch wenn ich gegen unendlich viele Vorbehalte kämpfen muss.

An der evangelischen Hochschule in Ludwigsburg gab es in meinem letzten Semester eine super Vorlesung „Frauen in Führungspositionen“ eben dieses Seminar besuchte ich, es nahmen ausschließlich weibliche Kommilitoninnen teil, natürlich und auch Vorgabe des Seminars. Was begegnete mir hier? Die Anzahl an Anfeindungen war bei 90%, was ich in einem solchen Seminar suche, ich hätte meine Entscheidung doch getroffen! Drei Kinder damit wäre ja wohl klar das der Abschluss das letzte wäre was ich erreichen würde. „Du möchtest doch nicht im Ernst tatsächlich arbeiten?!“ Dein Mann verdient doch, das hast Du doch nicht nötig.

Es waren genau die Kommilitoninnen die für Qual pay und Gleichberechtigung demonstrierten und sich „Einsetzten“. Sie meinten auch das eine habe mit dem anderen nichts zu tun…. Ach, ja.

 

Als ich jetzt nach fünf Jahren erfolg im Beruf und einer nicht ganz schlechten Karriere und meiner drei Kinder einen kleinen Zusammenbruch hatte, kontaktierte mich auch eine dieser netten Personen auf Facebook und schrieb mir, dass es Ihr „wahnsinnig Leid tut und Sie nun hofft das ich endlich auf den RICHTIGEN Weg zurück komme, den Weg zu meiner einzig richtigen Rolle, da ich ja nun einsehen müsste das beides nicht geht.“

Ich hab daraus nur gelernt das ich hier und da noch etwas verbessern muss und das Prioritäten wichtig sind, zum Beispiel das ich nicht immer mit der Bügelwäsche auf dem laufenden sein muss….

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Die Entscheidung die wir getroffen haben, stellen wir immer wieder einmal in Frage- wann wenn ein AuPair wieder flopt oder wir an den selben Tagen wichtige Geschäfts-termine haben und jeder versuchen muss einen Kompromiss einzugehen.

Aber unterm Strich ist die Entscheidung eine die es durchaus lohnt nachzuahmen 😉

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