Zeit !?!

Als ich den Blog begonnen habe, war ich eine absolut überzeugte Workingmum, bin ich im Grunde immer noch!

Am Donnerstag hätte ich meine Finale OP haben sollen, die mein Leben verlängern hätte sollen, doch diese wurde verschoben, vermutlich auf Montag und der einzige Gedanke den ich hatte war die haben mir vier Tage mit meinen Kindern genommen.

Sollte ich den Eingriff am Montag tatsächlich bekommen, sollte er gut gehen, was wird sich daraus ergeben, werde ich mein Leben grundlegend verändern?

Darüber habe ich die vergangenen drei Tage sehr viel nachgedacht und bin zu einer spannenden Erkenntnis gekommen. Nein, ich werde nicht wirklich etwas ändern, denn ich arbeite wahnsinnig gern und so wie ich auf meine Kinder stolz bin, sind sie es auf mich. Und in der aktuellen Lage in der ich mich befinde muss man auch ganz ehrlich sagen, wurden mir und meinen Kindern auch nicht vier Tage genommen, sondern eine größere  Wahrscheinlichkeit geschaffen das wir bald wieder sehr viel bewusste Zeit mit einander verbringen können und Weihnachten ein wahres Jubelfest für uns wird.

Meine Sorge die Aussage von Seneca verneinen zu müssen, wurde also nach drei intensiven Tagen nicht bestätigt- welche Aussage- „Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.“

Der schlimmste Tag im Leben einer Mutter….

Neun Jahr ist es nun her das ich ins Krankenhaus gelaufen bin mit meinem Mann und unser zweites kleines Wunder in Empfang nehmen durfte.

Seither gehen wir den Weg gemeinsam, kuscheln auf dem Sofa, streiten, vertragen, lernen stolz sein,…. !

Heute ist der Geburtstag meines Mittleren und ich bin nicht da, ich werde diesen Tag einfach nicht mit Ihm verbringen. Ich gehe diese ersten Schritte in sein neues Lebensjahr nicht mit.

Gerade wollte ich Dir schreiben, doch dann merkte ich, dass das nur etwas für mich gewesen wäre nicht für Dich, denn ich muss Dich nicht darauf stoßen das ich nicht da bin. Du hast Dich geprügelt – mein Sohn geprügelt, Du streitest Dich Du heulst, Du tobst und brichst Regeln, ich muss es Dir nicht sagen das ich nicht da bin!

Es ist meine verdammte Pflicht dafür sorge zu tragen das es in Deiner Kindheit der einzige bleibt an dem ich fehle.

Klar ist aber auch, das es so nicht weiter gehen kann wenn ich zurück nach Hause komme. Denn was bleibt am Ende, es sind nicht die süßen Erinnerungen an Überstunden oder Projekte, es sind diese Momente in denen man gemeinsam gelacht oder geheult hat, in denen man unbeschwert gemeinsam zusammen ist.

„Lass den Lärm anderer Leute Meinungen nicht deine eigene innere Stimme ertränken. Und am wichtigsten: Hab Mut, deinem Herzen und deiner Intuition zu folgen. Irgendwie wissen sie bereits, was du wirklich willst. Alles andere ist sekundär.“ (Steve Jobs) dieses Zitat soll mein neues Lebensfundament sein, gemischt mit ein bisschen Tim Bendzko Melancholie.

Eventuell wird dieser eine schlimme Tag aber den Startschuss geben für ein grundlegendes Umdenken, bis heute gab es in meinem Leben nie einen Abschnitt auf den ich negativ zurück schaue, aber wenn ich ehrlich bin und mir das letzte Jahr anschaue wird das in diesem Jahr eventuell nicht mehr so sein.

Was ein instabiler Brustkorb und ein neunter Geburtstag so alles auslösen können…..

 

 

 

Quality Time – so ein Quatsch oder doch der entscheidende Punkt

Ich wusste immer nicht was ich davon halten sollte, als ich jetzt nachschaute wie lange gibt es den Begriff schon staunte ich nicht schlecht, denn es gibt Ihn schon eine ganze Weile. „Den Begriff der Quality Time gibt es schon länger, als unser Bauchgefühl es uns glauben macht: Bereits 1972 entstand in den USA die Forderung nach dieser „hochwertigen Zeit“, die Berufstätige dem Partner und den Kindern widmen sollten, damit das Familienleben unter dem Job nicht leiden muss.

Was man auch immer von diesem Wort halten soll- Alibi oder nicht. Bei uns ist sie wichtig.

Als ich VWL studierte mit unserer Großen, holte ich sie immer aus der Krippe, nach der Vorlesung, dann gab es einen Obstteller und Zeit mit Mama, der Hausarbeit (Studium/klassischen Hausarbeit) sieht man nämlich nicht die Uhrzeit an in der man es gemacht hat.

Auch heute versuche ich so gut es geht, es ging während des Masters eher schlecht, wirkliche Zeit mit meinen Kindern und meinem Mann zu haben und zu genießen.

Abends wenn ich völlig kaputt nach Hause komme und eigentlich mir nur ein Bett wünsche, werde ich so liebevoll und begeistert begrüßt, dass der Wunsch nach dem Bett schnell in den Hintergrund rückt.

Wenn dann vor allem von meinen Söhnen kommt, kochen wir zusammen ist klar, schnell einen Salat machen und Reis, Nudeln, Fleisch etc. ist nicht. Gemeinsames Gemüse schnipseln und anbraten, erst einmal die Entscheidung was kochen wir, wird deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen und das Küche aufräumen erst recht.

Und es ist dann am Ende einfach immer nur schön, ja auch die Soßenflecken an meiner weißen Hochglanz Küche. Während des schneiden und rühren, braten, verquirlen werden die wichtigsten Ereignisse des Tages erzählt und ganz nebenbei, kann ich sagen das ich nur noch selten das Salz vergesse, denn meine Jungköche denken proaktiv mit.

Die beiden haben aber auch schon von beginn an ihre eigenen Küchenmesser und Frettchen gehabt. Die Kinderküchenmesser von WMF waren bei uns Jahre lang im dauen Einsatz inzwischen dürfen meine Kinder alle, alle Messer nutzen, denn auch hier können sie schon unterscheiden welches Messer für welche Zutat.

Meine Große macht aktuell nicht mehr so viel mit, wenn dann kocht sie für uns alle, was auch sehr schön ist da sie einfach mit ihren dreizehn Jahren schon sehr routiniert in der Küche ist.

Quality Time ist aber noch viel mehr….

meine Mutter war eine klassische Hausfrau und Mutter und ich kann behaupten sie hat nicht einmal ein Bruchteil dessen mit meiner Schwester und mir gemacht was ich mit meinen Kindern mache. Und ich mache dies nicht aus einem schlechten Gewissen heraus, ich bin wahnsinnig gern Mutter und ich arbeite ebenso gern. Alle drei Kinder habe ich bewusst bekommen und ich bin unendlich froh an diesen Wundern.

Jedes Kind hat verschiedene Interesse und ich versuche allen zu entsprechen, gemeinsam oder auch mit jedem allein. Malen, basteln, zeichnen, wandern, schwimmen, Fahrrad fahren, etc.

Aber auch die Zeit als Paar, fällt in diese Kategorie, denn wenn beide Arbeiten und man einen Schwung 😉 Kinder hat, dann kann es durchaus schnell einmal passieren, dass die Beziehung unter die Räder kommt.

Ein Abend einfach mal Essen gehen oder ins Kino klingt so banal und dann wenn man es dann einmal geschafft hat, überlegt man, wann war der letzte Besuch und stellt fest, ups auch schon wieder ein Jahr her.

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Ob der Name nun der Richtige ist, kann und will ich nicht beurteilen oder werten, für mich ist nur klar wenn man eine gute und intensive Bindung mit seinen Kindern haben möchte, seine Beziehung die „Goldene“ erreichen soll, braucht es das Bewusstsein das es nicht selbstverständlich ist einander zu haben.

Kindergeburtstag

Kindergeburtstage sind die Tage an denen ganz klar ist wer Deine Freunde sind. Denn diese FreundeInnen sind am Abend da und trinken mit Dir einen gut gekühlten Sekt.

Arbeitende Mütter neigen dazu an diesem Tag allen anderen Müttern (Hausfrauen) zu zeigen, dass sie keine Rabenmütter sind! Dass das völliger Quatsch ist und in den häufigsten Fällen nicht einmal unterstellt wird sondern, das eigene schlechte Gewissen ist, spielt hierbei keine Rolle. Man muss wissen, auch im Kindergarten gibt es schon Einteilungen der Mütter, „halb Eins“ Mütter sind die, die zu Hause sind und ein klassisches Rollenbild leben, vierzehn Uhr Mütter (Teilzeit) und dann gibt es die Mütter mit den bis zum Schluss Kindern, das sind die Vollzeitmütter, die sich wünschten sie hätten einen Hubschrauber damit Sie nicht zu spät kommen um Ihre Kleinen abzuholen die schon angezogen an der Garderobe sitzen und sorge haben das Mama oder Papa sie vergessen haben.

Aber zurück zum Kindergeburtstag, der entscheidenden Punkt, Kinder wollen keine Torten die jedem Tortenback-Wettbewerb stand halten. Kindern reichen, Muffins mit bunten Gummibären, gerne auch Krümmelmonster Muffins, Zimtschnecken aus Hefeteig,…. !

Und ja man kann den ganzen Nachmittag ein Rahmenprogramm auf die Beine stellen, man kann aber auch einfach in ein Museum gehen! Kindermusen sind der absolute Hammer. Die Kinder haben Spaß, sie lernen etwas ohne es zu merken und das Haus bleibt sauber. Ich halte nichts von Indoorspielplätzen, dann doch lieber an der Gemeinde fragen ob man auf den Spielplatz am Ort gehen kann und eine Spielplatz Rallye veranstalten mit Siegerehrung und Urkunden.

Und am Abend Stockbrot backen und Rotewurst (Bock- oder Bratwurst) am Lagerfeuer.